Kolumne
14.03.2015 Braucht der CB-Funk noch Dachverbände?

Was machen die DCBO (Deutsche CB-Funk Organisation), die DFA (Deutsche Funk Allianz)
und der DAKfCBNF (Deutscher Arbeitskreis für CB- und Notfunk) heute?

Diese Frage stellte ich mir letzte Woche und schrieb alle Organisationen an,
mit der Bitte um Informationen.





Auf den jeweiligen Internetseiten der Dachverbände wird mit Kooperationen zur Politik, der BNetzA und der Industrie geworben.
Manche Homepages werden monatelang nicht bearbeitet. Bewegung ist schon lange nicht mehr zu erkennen.

Homepage des DAkfCBNF im DornröschenschlafDie Homepage des Deutschen Arbeitskreis für CB- und Notfunk befindet
sich seit Ende 2013 im Dornröschenschlaf.

Auf eine Presseanfrage an den Vorsitzenden Heinz-Hermann Kück aus
Osterholz bekam ich keine Antwort.

Der Webauftritt und damit anscheinend auch die Aktivitäten dieses
Dachverbands sind Geschichte.

Der DAkfCBNF wäre dann schon mal abgehakt. Hier findet wohl
Niemand Anschluss.



Die Homepage der DCBO - Fremde Beiträge aber keine eigenen AktivitätenDie DCBO (Deutsche CB-Funk Organisation) hält ihre Homepage
zwar auf dem Laufenden, jedoch nicht über das, was man eigentlich
erwartet.

Ein kurzer Text über die letzte Jahreshauptversammlung
lässt auf die Tätigkeiten dieser Organisation schließen.
Aktivitäten oder Kooperationen mit Politik, BNetza oder der Industrie
sucht man hier Vergebens.

Die letzten Aktivitäten der DCBO waren bis vor einem Jahr die CB-Funk
Conteste, die anscheinend mangels Organisation, Vorenthaltung von
Teilnehmerlisten, und dem daraus resultierenden Rückgang
der Teilnehmerzahlen, eingestampft wurden.
Auch die DCBO wurde von mir angeschrieben und um eine Stellungnahme der aktuellen Tätigkeiten gebeten.
Nach knapp einer Woche meldete sich der "Pressesprecher" Henning Gajek auf meine Email. Antworten auf meine Fragen?
Fehlanzeige! Stattdessen fragte Herr Gajek, wer ich bin und ob ich selbst CB-Funk betreiben würde. Ehe er nicht wüsste,
mit wem er es zu tun hat, könne er auf meine Fragen nicht eingehen. Hat die DCBO etwas zu verheimlichen?

Warum kann man denn folgende Fragen nicht beantworten?
  • Wer nutzt ihre Organisation? (Vereine, Verbände, einzelne Funker?)
  • Für wie viele Funker / Vereine / Verbände sind sie tätig?
  • Was waren die letzten Aktivitäten, die sie im Rahmen ihrer Organisation ausgeübt haben?
  • Welche Forderungen haben Sie aktuell oder in der letzten Zeit in Richtung Politik, BNetzA und Industrie getätigt?
  • Gibt es direkte Ansprechpartner in der Politik und Industrie, mit denen Sie kooperieren?
  • Was planen Sie zukünftig mit ihrer Organisation durchzusetzen?


Die Homepage der DFA - Vereinsstreitereien und NSA Affären als Top-Themen - Aktivitäten vergebensTja, und zu guter Letzt noch die Deutsche Funk Allianz,
die ja letztes Jahr ihr Ende bekannt gab, dann doch nochmal
aus dem Grabe aufstieg, um im selben Zuge wieder rückwärts umzufallen.

Wer sich auf der Homepage der DFA verirrt, sollte sich Zeit nehmen,
informative Berichte oder Meldungen über die Tätigkeiten zu finden.
Top-Themen sind dort die NSA und interne Vereinsstreitereien.



Auch die DFA wurde von mir angeschrieben und um eine Stellungnahme bezüglich der Tätigkeiten für den CB-Funk gebeten.
Ich bekam zwar von einer "Angela Steingräber" eine Empfangsbestätigung, jedoch keine Antwort.
Auch hier gilt: DFA abgehakt.


Warum gibt es diese Dachverbände noch?

Diese Frage kann ich leider nicht beantworten. Da muss man warscheinlich selbst führendes Mitglied sein und Angst haben,
das Leben hätte nach dem Dachverband keinen Sinn mehr.
Pseudo-Anlaufstellen für CB-Funker, die 1. keine Anlaufstelle benötigen und 2. überhaupt keine Möglichkeit haben,
dort jemanden zu erreichen, sind in meinen Augen absolut unnütz.

Sollte sich irgendwann jemand anderes von der Presse an solch einen Dachverband wenden, um Werbung
oder eine Dokumentation über das Medium CB-Funk zu machen, werden wir ganz schön auf die Schnautze fallen.

Verbände und Organisationen die keinerlei Tätigkeit in ihrer Funktion wahrnehmen, schaden dem CB-Funk!



In der Ära des CB-Funk gab es Verbände wie Sand am mehr. Diese hier alle aufzuführen, nur weil sie keine offizielle
Schließung bekannt gegeben haben, würde die Recherche übersteigen. So wurden die 3 bekanntesten herausgepickt.



Kommentar von Markus Arlt für Osthessenfunk
 
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